Donnerstag, 27.Februar 2020

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In den Medien der DDR hatte journalistischer Ethos kaum eine Chance. Auch aus dieser Erfahrung heraus meint Bundespräsident Joachim Gauck, dass Journalisten nicht zu Politiker werden sollen. Der politischen Akteur sei in der Gefahr, "etwas zu verschweigen, um nicht den Falschen Argumente zu liefern. Die Lebenserfahrung zeigt aber: Nicht wer ein Problem benennt, vergrößert es, sondern wer es verschweigt."
Der MDR listet einige Thüringer Ereignisse auf, die durch Einflussnahme der SED und Stasi vor 35 Jahren nicht in den Medien vorkommen durften. Alle diese Nachrichten waren Teil der Berichte der Stasi an die SED-Führung, die inzwischen in der Dokumentation "Die DDR im Blick der Stasi 1981. Die geheimen Berichte an die SED-Führung" veröffentlicht wurden (Jan Schönfelder im MDR):

"Am 5. März 1981 eskalierte nach einem Disco-Abend im Kulturhaus Jena-Neulobeda der Konflikt. 20 Mongolen, die im Kahlaer Porzellanwerk beschäftigt waren, gingen mit Messern und abgebrochenen Flaschen auf einheimische Jugendliche los. Vier Jugendliche wurden dabei verletzt - einer tödlich. Er hatte Messerstiche im Rücken. Die Staatssicherheit hat dazu festgehalten: Der Zwischenfall rief "unter der DDR-Bevölkerung der Umgebung viele, z.T. sehr negative Diskussionen bzw. Gerüchte hervor". Da die Presse über die Probleme mit den Gastarbeitern nicht berichtete, blieb es bei Gerüchten."
Die Flucht eines Soldaten der Roten Armee. Sie endete für den Soldaten in Effelder tödlich. Ein Kreuz am Ort des Todes durfte nicht aufgestellt werden.
Die Meuterei in einer NVA-Kaserne in Erfurt nach Schüssen der Wache.
Der gescheiterte Fluchtversuch mit einem Sattelschlepper am Grenzübergang Hirschberg.
Der Besuch von Francois Mitterrand und Willy Brandt in Thüringen.

 

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
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